Top 7 atemberaubende Naturfotografien

Welchen Quellen oder Urhebern von Naturfotografien kann man am meisten vertrauen? Genau, den Hobbyfotografen die im richtigen Moment zur richtigen Zeit vor Ort waren und eindrucksvolle Schnappschüsse machen konnten. Die besten Motive, und da sind sich viele professionelle Fotografen und Hobbyisten einig, werden von Mutter Natur selbst bereitgestellt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen einmal die Top-7 der atemberaubendsten Naturfotografien vor.

7. Snoqualmie Pass, US-Bundestaat Washington

Wir haben in den letzten Jahren viele verschiedene Naturfotografien gesehen, manche davon wurden auf gefährlichen Expeditionen oder Exkursionen unter Lebensgefahr geschossen. Mark Lehrbass hingegen war 2015 auf dem Weg zu einer Hochzeit mit dem Jeep unterwegs als er ein Gewitter außerhalb von Seattle, WA nahe des Red Mountain bemerkte und mit seiner Kamera sofort abdrückte. In der Mitte des Himmels auf dem Bild erkennt man die Milchstraße, am Horizont den berühmten Mount Rainier. Auf der linken Hälfte des Bilds die Scheinwerfer von Fahrzeugen auf dem Interstate. Der Grund warum alles auf dem Bild ein wenig diffus wirkt – die nahe Waldbrände und der dadurch entstandene Rauch der es reflektiert. Auf der rechten Seite des Bildes kein Rauch, sondern die Luftverschmutzung des Großraums Seattle.

 

6. Kaulquappen im Zedernsee

Man könnte bei dieser Aufnahme direkt an die eine oder andere Szene eines Pixar oder Disney Animationsfilms über Kaulquappen denken. Die Stängel der Wasserlilienblätter sehen auf diesem Bild wie majestätische Bäume oder Kolonnen aus. Die Kaulquappen, die sonst eher unwahrscheinlich und vielleicht auch nicht gerade ästhetisch erscheinen, sehen aus wie Charaktere im Animationsfilm „Finding Nemo“. Wie bei dem Werk von Mike Nichols, „The Last Great Picture“, erscheint das gesamte Bild wie in einer Art diffusem magischen Licht getaucht. Die Tiefe des Blickfeldes auf diesem Bild, und obwohl Kaulquappen gerade einmal 1cm lang sind, macht es zu einem wahrhaftig epischen Schnappschuss, oder?

 

5. Eiskappen Wasserfälle

Auf diesem Bild von Paul Nickelin, aufgenommen auf der norwegischen Insel Nordaustlandet im Jahr 2013 für das National Geographic Magazin, sieht man dieses im Titel benannte Phänomen in seiner wahren Pracht. Während einer Expedition, bei der Nickelin übrigens viele Eisbärenkadaver antraf, wollte er mit seinen Bildern den schon eingetreten Klimawandel und die gravierenden Veränderungen in den arktischen Regionen dokumentieren. „Nur wenn ich eine Geschichte erzählen und beweisen kann lassen sich Dinge benennen und verändern“, so der Fotograf. Die dunkelblauen, ja fast schwarzen Flecken auf den Eis-Cliffs und dem Wasser, kombiniert mit dem bewölkten Himmel, lassen beim Betrachten irgendwie ein unheilverkündendes Gefühl aufkommen.

 

4. Blitz-Vulkan

Einem aktiven Vulkan nahe zu kommen ist eine Sache, aber dabei noch dieses unglaublich atemberaubende Bild zur richtigen Zeit zu knipsen eine andere. Gleich zwei Naturphänomene werden auf diesem Bild in ihrer schaurigen Schönheit festgehalten – ein feuerspeiender Vulkan und ein Blitzgewittter zur gleichen Zeit. Tatsache ist, dass diese Aufblitzen der vulkanischen Asche schon mehr als 150-mal beobachtet wurde, unter anderem auch beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 in Pompeij… nur das damals eben keiner dies mit einer Kamera festhalten konnte. Diese Aufnahme wurde im Jahr 2015 von  Francisco Negroni gemacht, als er sich in der Nähe des Cordon Caulle Vulkans im chilenischen Teil von Patagonien aufhielt.

 

3. Das Blaue Loch

Dieses Foto wurde von einem der Fotografen des National Geographic, Wes C. Skiles, geschossen. Es zeigt ungefähr 1.000 blaue Löcher in den Bahamas und eines von weniger als 200 die überhaupt schon untersucht wurden. Diese Calcit-Vorsprünge aus dem Boden und an der Decke umfassen Stalagmiten und Stalaktiten. Die röhrenförmigen Vorsprünge sind als Strohhalme bekannt. Diese vielen verschiedenen Ablagerungen lassen die Umgebung irgendwie wie aus einer Szene des Science-Ficiton Films Alien aussehen, oder? Besonders die Löcher im Bildvordergrund sehen irgendwie nicht von dieser Welt aus. Die türkise Farbe der künstlichen Beleuchtung, vermischt mit ein paar wenigen Sonnenstrahlen die von den Seiten hereinscheinen, trägt zu einem sehr surrealen Charakter dieses Bildes bei.

 

2. Sibirische Eisgrotte

Nicht jede Person oder Fotograf der unglaublich aufregende Bilder von Eisformationen und dergleichen schießen möchte, haben immer edle Motive. Das im Jahr 2015 geschossene Bild von Andrey Grachev wurde aus einer fast selbstmörderischen Laune aus geschossen, das können Sie mir glauben. Mit einem Führer im Geländewagen und danach zu Fuß ging er über gefährlich dünnes Eis um dieses Bild während eines Aufenthaltes in einer Seegrotte zu knipsen! Die Sonne am Horizont lässt die Umgebung als eine Art fantastische Wunderwelt erscheinen. Die hängenden Eiszapfen und die gefrorenen anderen Vorsprünge komplementieren diesen Eindruck auf wunderbare Weise.

 

1. Orang-Utan im Regen

Dieses Bild wurde von Andrew Suryono in Bali geknipst als er eigentlich wegen des Regens seine Kamera schon einpacken wollte. Er erblickte noch rechtzeitig einen Orang-Utan der ein Taro-Blatt über seinem Kopf hielt. Ein Schnappschuss der sich, trotz kleiner Beschädigungen der Kameraausrüstung, definitiv gelohnt hat. Die auf dem Blatt abspritzenden Regentropfen lassen den Regenguss noch intensiver erscheinen als er in Wirklichkeit war. Dem Orang-Utan scheint der Regen eher ein unwillkommenes Naturereignis zu sein, wie man an seiner Körpersprache und seinem Gesichtsausdruck erkennen kann. Trotz allem ein wirklich gelungener Schnappschuss von Andrew Suryono.

(c) Andrew Suryono, Indonesia, Entry, Nature and Wildlife Category, Open Competition, 2015