7 Luftbilder die beweisen, dass wir unseren Planeten zerstören

Die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert gerade einmal 6.000 Jahre. In gewisser Weise ist die Evolution des Menschen das Schlimmste was Mutter Erde passieren konnte. Schon vor oder um die Zeit der Industriellen Revolution haben sich die ersten Zivilisationen mehr um den Fortschritt als um den behutsamen Umgang mit den von unserem Planeten zur Verfügung gestellten Ressourcen und Lebensraum geschert. Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht… und sie dabei in einem unglaublich respektlosen Umgang umgestaltet.

Warnung: Folgende Bilder sind ziemlich deprimierend…

7. Rocinha, Rio de Janeiro, Brasilien

In Südamerika ist eines der größten Slums mit der höchsten Bevölkerungsdichte im brasilianischen Rocinha, das sich südlich von Rio de Janeiro befindet. In Rocinha sind 250.000 Menschen auf einer Fläche von gerade einmal knapp 2,3 Quadratkilometer im wahrsten Sinne des Wortes zusammengepfercht. Zusätzlich traurig und erschreckend, ist die Tatsache, dass dieses Slum direkt an die teuerste Wohngegend von Rio de Janeiro angrenzt. Krasser könnte man die Gegensätze von bitterarm und steinreich nun wirklich nicht verdeutlichen…

6. Athabasca Ölsandabbau, Alberta, Kanada

Seit 2014 gehört Kanada zu den  fünftgrößten Ölproduzenten der Welt. Ein Großteil der 4.800 Barrel pro Tag kommt aus dem Athabasca-Ölsand in Alberta, dem drittgrößten Erdölvorkommen der Welt (nur Saudi-Arabien und Venezuela haben größere Reserven). Der dort abgebaute Teersand ist eine Mischung aus Wasser, Ton und Bitumen. Bitumen ist eine halbfeste Rohölsubstanz und vieles davon ist unter der Erdoberfläche vorhanden. Das größte Problem mit dem Ölsand sind die verschiedenen Stadien der Verfeinerung die er durchläuft. Die Verfeinerungsprozesse verursachen Emissionen; es wird also sehr viel Energie für den gesamten Prozess aufgewendet. Nicht gerade die umweltfreundlichste Art der Rohölgewinnung…

5. Coronado Feeders, Dalhart, Texas, USA

Dieses Bild kann man bei Google Earth, wenn man Dalhart Texas eingibt, finden. Es handelt sich hierbei nicht um eine Fälschung oder so. Was auf den ersten Blick wie ein vollgelaufener See von Blut aussieht, ist in Wirklichkeit ein See voller Gülle, den flüssigen oder halb-flüssigen Ausscheidungen von Tieren, in diesem Fall Schweine und in den meisten Fällen auch von Rindern. Das Problem bei dieser Art von Aufbewahrung solcher Rückstände sind die entstehenden giftigen Gase und die mögliche Verseuchung des Grundwassers oder anderen überirdischen Gewässern mit Nitraten. Es werden jedoch aktuell, laut unseren Informationen, schon Alternativen für die Lagerung von Gülle gesucht.

 

 4. Colorado Springs, Colorado, USA

Auch hier sieht man es erst auf den zweiten Blick bei was es sich bei den schwarzen Objekten handelt – gebrauchte Autoreifen. In Colorado Springs und dem Ort Hudson, in der Nähe von Denver, befindet sich das größte Freiluftlager von 60 Millionen verschlissener Reifen! Natürlich ist die Lagerung im Freien nicht nur hässlich sondern auch gefährlich – ein ausgebrochenes Feuer würde sich rasant auf der gesamten Fläche ausbreiten – ein wahres Inferno! Zusätzlich zum Feuerrisiko kann man die Nistplätze von Klapperschlagen und Ratten, sowie die Brutplätze von gefährlichen Stechmücken als eine nicht zu unterschätzende Gefahr ansehen. Man hofft das man bis 2018 andere, weniger gefährliche Lagemöglichkeiten gefunden haben wird.

3. Die Mündung des Betsiboka, Madagaskar

Vom Weltraum aus, wenn man den Astronauten Glauben schenken kann, sieht es so aus als würde die Insel Madagaskar an der Mündung des Betsiboka eine offene Wunde haben und bluten. Der Betsiboka ist einer der größten Flüsse dieser Insel und die Rötung verdankt er (wenn man es denn so ausdrücken kann) der Bodenerosion. Die Erosion ist ein direktes Ergebnis extensiver Abholzung der Wälder auf Madagaskar. Verschlimmert wird sie durch tropische Stürme, die mehr Erde in den Betsiboka befördern und somit für die charakteristische „auslaufende Wunde“ der einst schönen Insel sorgen.

 

2. Mexico City, Mexiko

Mexico City ist auf Platz 10 der weltweit am dichtesten besiedelten Städten, mit einer Bevölkerung von 22,2 Millionen Menschen. In dieser Metrogegend leben auf einem Quadratkilometer 8.400 Menschen; auf dem Bild erkennt man davon ein kleines Segment. Man sieht auf diesem Luftbild die Vororte denen in der Vergangenheit schon der Infrastrukturkollaps anzusehen war. Man baute Wohnungen und Häuser ohne Plan, einfach nach Gutdünken… und über das Ergebnis braucht man sich nicht zu wundern.

1. Santosh Park und Uttam Nagar, Delhi, Indien

Im Metropolbereich von Delhi in Indien, der zweitgrößten Stadt der Welt, leben 22 Millionen Menschen. Die Stadt ist im Ranking der am dichtesten besiedelten Gegenden der Erde auf Platz 13. Zu den am dichtesten Gegenden von Delhi gehören die im Westen gelegenen Bezirke Santosh Park und Uttam Nagar. Auch hier kann man sich via Google Map oder Google Earth selbst davon überzeugen; auch hier handelt es sich keinesfalls um eine Fälschung!