Die 7 schlimmsten Dinge die wir unseren Weltmeeren angetan haben

Unsere Weltmeere generieren 50% des Sauerstoffs der Erde und Millionen von Menschen hängen im wahrsten Sinne des Wortes von den Ökosystemen der Ozeane ab. Ohne die Ozeane währen wir im Prinzip nicht lebensfähig und sollten gerade aus diesem Grund dafür sorgen diese sensiblen maritimen Ökosysteme besser zu schützen… was wir leider jedoch nicht tun. Die Menschen haben es mit ihrer Unachtsamkeit wahrscheinlich bald geschafft auch diesen so wichtigen Lebensraum komplett ausgebeutet und vernichtet zu haben. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die 7 schlimmsten Sünden und Dinge die wir den Ozeanen der Erde antun…

7. Die Wahrheit über Ölverschmutzungen

An das Bohrinseldesaster und die daraus resultierenden Folgen für das maritime Ökosystem im Golf von Mexiko im Jahr 2010 können sich die meisten von uns sicherlich noch erinnern; nicht nur ein PR Desaster für BP, sondern auch für die Flora, Fauna und die Anrainer der Golfküste. Insgesamt flossen 4 bis 5 Millionen Barrel Rohöl in den Golf… Tatsache ist, dass solche Unfälle „nur“ 7,7% der weltweit verursachten Ölverschmutzungen der Weltmeere ausmachen. Einen viel höheren Anteil an der Verschmutzung der Weltmeere haben illegale Verklappungen von Restölbeständen von Schiffen; was sich zusammen auf mehr als 220 Millionen Barrel im Jahr summiert!

 

6. Die Ozeane als Giftmülldeponien

Noch bis hin zu den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Weltmeere als Giftmülldeponien in einem erschreckenden Maße missbraucht – Sondermüll aller Art wurde verklappt, aber auch Giftgasbestände in Form von Munition und auch radioaktive Abfälle! Hunderte von Tonnen dieser gefährlichen Stoffe befinden sich auf dem Grund der Weltmeere. Auch wenn viele dieser Abfälle hermetisch in Fässer oder eben Granaten eingeschlossen wurden; der Druck und auch die Korrosion haben viele davon aufgebrochen und so die gefährlichen Stoffe schon freigesetzt. Diese Praktiken der Verklappung sind offiziell seit dem Jahr 1993 international verboten… was leider nicht bedeutet, dass solche Freveltaten illegal eben nicht durchgeführt werden.

 

5. Der Einfluss von Boots-, Schiffwracks und Trümmerteilen

Die Wracks und Trümmerteile von Schiffen stellen ein sehr großes und ernsthaftes Problem für unsere Meere dar. Die US Coast Guard verzeichnete für das Jahr 2005 alleine mehr als 269 Unfälle, 116 Verletzte Personen, 15 Tote und einen Sachschaden in Höhe von $3 Millionen. Was viel schlimmer ist, 80% der Trümmerteile, Fracht, usw. bestehen aus nicht biologisch abbaubaren Kunststoffen. Besonders die kleinen Plastikteilchen stellen für Meeresbewohner eine große Gefahr dar, da diese eben nicht verdaut oder harmlos ausgeschieden werden können und die Tiere deshalb elendig zugrunde gehen. Weltweit sind schätzungsweise mehr als 100,000 Meeresbewohner von dieser Art der Verschmutzung alleine betroffen.

 

4. Versauerung der Ozeane

Die Wasserqualität der Weltmeere, im Besonderen der pH Wert des Meeres, wird von Jahr zu Jahr schlechter und nimmt stetig ab. Man spricht hierbei von der Versauerung der Weltmeere. Das resultat dieser Übersäuerung sieht man beispielsweise an Korallen die im wahrsten Sinne des Wortes vom pH-niedrigen Wasser gebleicht wurden. Auch andere Meeresbewohner sind davon betroffen; alles was irgendwie eine Kalkschale oder Kruste hat, wird durch das übersäuerte Wasser geschwächt und im schlimmsten Fall aufgelöst. Dies hat einen gravierenden Einfluss auf die Fresskette und auf das Ökosystem Ozean in seiner Gesamtheit. Wissenschaftler haben in den letzten Jahren immer wieder eine Verlagerung der Plankton- und Fischgründe feststellen können; was auch die Wanderbewegungen von größeren Meeresbewohnern und deren Lebensräume erheblich und im negativen Sinne verändert hat.

 

3. Todesszonen

Hypoxische Gebiete oder einfacher ausgedrückt, Todeszonen, sind Gegenden in den Weltmeeren bei denen der Sauerstoffgehalt schon so niedrig ist, dass keine Meereslebewesen dort mehr existieren können. Im Prinzip ist das Wasser in diesen Zonen so mit Nitraten und chemischen Giftstoffen verseucht, dass dort nichts, aber auch Garnichts mehr kreucht und fleucht. Erhöhte Nitratwerte sorgen zwar für ein besseres und schnelleres Wachstum von Algen… aber wenn diese absterben und auf den Meeresgrund sinken wird durch die Verwesung eben, genau, Sauerstoff aufgebraucht und so dem Wasser entzogen. Des Weiteren sorgen solche schlechten Bedingungen für eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit von Meereslebewesen usw. In der Ostsee alleine schätzt man, sterben dadurch bis zu 1,3 Millionen Fische.

 

2. Inseln aus Müll

Die verschiedenen Strömungen der Weltmeere verlaufen in einer Art rotierendem Muster, einer Art Vortex. Diese Strudel ziehen den Müll der Ozeane auf ein zusammenlaufendes Gebiet innerhalb eines gigantischen Kreises zusammen und so entstehen diese Inseln aus Müll. Eine der größten Müllinseln findet man im Pazifik, im Englischen als „The Great Pacific Garbage Patch“ bezeichnet. Wie groß genau diese Insel oder dieses Gebiet ist weiß man nicht genau; Auswertungen von Satellitenaufnahmen lassen jedoch erschließen das diese „Insel“ die Größe des US-Bundesstaat Texas hat! Entdeckt wurde diese Anhäufung von Müll zum ersten Mal im Jahr 1997 durch den Wissenschaftler Charles Moore… der mehr als eine ganze Woche brauchte durch diesen Müll hindurchzusegeln.

 

1. Globale Konsequenzen

Falls Sie den Begriff „Reichtums-Bilanz“ noch nie gehört haben sollten, dann lassen Sie es mich Ihnen erklären. Man verwendet diesen Begriff um den finanziellen Wert eines Landes und seiner Rohstoffvorkommen irgendwie in Zahlen darzustellen. Wissenschaftler, darunter Meeresbiologen, Wirtschaftsexperten, Chemiker, usw. haben aber auch ausgerechnet was die Verschmutzung des Lebensraums und unseres Planeten insgesamt kosten wird; eine Art Bilanz also. Den Wert der Korallenriffe hat man auf $172 Milliarden geschätzt. Falls dieses so wichtige Ökosystem nicht ausreichend geschützt werden sollte, dann sind in den nächsten 20 Jahren nicht nur die $172 Milliarden futsch, sondern auch die gesamten Meeresbewohner die in diesen Korallensystemen lebten… Eine aktuelle Schätzung prognostiziert, dass unsere globalen finanziellen Verluste aufgrund der globalen Erwärmung auf 2 Billionen Dollar jährlich bis zum Jahr 2100 beitragen würde.