Top 7 Fakten aus dem Tierreich, die leider nicht der Wahrheit entsprechen

Das Tierreich ist für die meisten von uns sicherlich noch eine Art Mysterium, besonders wenn man die Vielfältigkeit exotischer Tiere betrachtet. Irgendwie lieben wir es, aus welchen Gründen auch immer, uns Tiersendungen im National Geographic oder anderen Informationsprogrammen anzuschauen um detaillierte Fakten in Erfahrung zu bringen, oder um eben solche Fakten als Mythen entlarvt und erklärt zu bekommen. Da Tiere sich nicht vor einem Tribunal verantworten können, aus Gründen der Kommunikation, werden wir genau dies eben hier tun – wir räumen einmal gründlich mit ein paar Mythen auf…

7. Alle Frösche „quaken“ herum

Man kann im gewissen Sinne und vom Ding her sogar nicht einmal Hollywood für diesen Mythos verantwortlich machen. Jede Froschart hat ihren eigenen Sound oder eben Laute wie diese sich unter Artgenossen unterhalten. Nicht jeder Frosch spricht die gleiche Sprache. Nicht jeder quakt oder macht Laute die wie „ribbit“ oder ähnlich klingen. Unsere Vorstellung eines Frosches hier in Europa entspricht wohl am ehesten dem des Laubfrosches oder eben den Froscharten die wir in lokalen Gewässern vorfinden. Manche Froscharten kommunizieren untereinander mit Grunzlauten, einer Art Bellen, einem Pfeifen usw. Und sind wir mal ehrlich… auch Kermit der Frosch quakt ja während der Muppets Show nicht herum, oder?

 

7. Ohrwürmer krabbeln in Ihr Ohr (und fressen sich bis zum Gehirn durch)

Nein, ein Ohrwurm oder Ohrritzel hat andere Möglichkeiten und auch Motivationen sich seine Nahrung zu beschaffen; dazu gehört auf gar keinen Fall der Ohrenschmalz oder Ohrenwachs oder Gehirnmasse von anderen Lebewesen, inkl. Menschen. Warum der Ohrwurm oder Ohrritzel überhaupt so bezeichnet wurde… da sind auch wir überfragt. Es hängt sicherlich mit seinen kleinen Klauen zusammen die, wenn man diese sich einmal näher betrachtet, wie kleine Clips eines Ohrrings aussehen, oder? Es wird außerdem spekuliert ob der griechische Philosoph, Pliny der Ältere, auch einer der Urheber des Mythos war… angeblich soll er behauptet haben, dass man einen Ohrwurm aus seinen Ohren vertreiben kann indem man stark in das andere Ohr hineinpustet!

 

5. Alle 2 Meter trifft man eine Ratte an

Es gibt zwei Gründeת um Ratten nicht gerade zu lieben. Zum einen gehören Ratten der Art von Tierchen die man als ökologische Plage bezeichnen kann, zum anderen sind sie als Überträger von schlimmen Infektionskrankheiten bekannt, um nicht zu sagen berüchtigt. Auch wenn  Ratten nicht direkt für die Pesterreger verantwortlich sind und eben nur Überträger waren (plus die mangelnde Hygiene der Menschen!); so schlimm wie man sich die Ratten als allgegenwärtige Plage vorstellt sind diese jedoch nicht. Ratten selbst sind auch nicht so dreckig wie wir es uns vorstellen; auch Ratten kümmern sich um ihre Hygiene, sonst würden sie ja selbst Krankheiten schnell zum Opfer fallen, oder? Und wenn man nicht gerade in vermüllten Gegenden lebt… dann trifft man auch nicht alle 2 Meter auf eines dieser Nagetiere.

 

4. Die Büffel Nordamerikas wurden fast ausgerottet

Nun ja, im Grunde genommen handelt es sich hierbei um einen allgemein weit verbreiteten Irrtum. Warum? Büffel habe per Definition niemals dort gelebt. Gelebt und fast ausgerottet wurde der Nordamerikanische Bison. Bisons sind eine Büffelart, aber eben genetisch nicht identisch. Um echte Büffel zu sehenת muss man nach Afrika oder Asien. Warum, wieso und überhaupt dann dieses Missverständnis? Das Wort Büffel stammt aus dem Portugiesischen (abgeleitet vom Lateinischen „Bubalus“ – wilder Ochse). Aus irgendwelchen Gründen, denn wir wissen das Portugal eher in Afrika, Asien aber nicht Nordamerika kolonialistisch unterwegs war, wurden auch die Bisons Mitte des 18. Jahrhunderts als Büffel bezeichnet… und im Lateinischen ist der Büffel ein wilder Ochse!

 

3. Die Fürze von Kühen geben eine Tonne an Methangas frei

Wenn es eine Tierart gibt die mehr an übelriechenden Gasen als Verbrennungsmotore in die Atmosphäre abgibt dann ist das die gute Kuh…  Fakt ist, und das haben wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen, diese Ausgasungen kommen nicht aus dem Darmtrakt der Wiederkäuer und deren Hintern, sondern aus dem Maul, in Form von Rülpsern raus! Eigentlich ist es egal wie und wo das überschüssige Methan in die Atmosphäre geblasen wird; in Großbritannien werden ein Drittel der Klimagase durch die Landwirtschaft ausgestoßen und weltweit beträgt diese Zahl sagenhafte 4%! Angeblich arbeitet man an der Entwicklung einer Pille für die Kühe, um die Frequenz der Rülpser und somit dem Ausstoß von Methan zu reduzieren.

 

2. Kakerlaken gehören zu den wenigen Lebewesen die einen Nuklearen Winter überleben würden

Kakerlaken sind verdammt hart im Nehmen, im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Viecher können bis zu einem Tag unter Wasser und auch eine Woche ohne ihren Kopf(!!!) überleben – aber sie würden den ersten Tag eines nuklearen Fallouts definitiv nicht überleben. Menschen sterben bei einer radioaktiven Strahlendosis von 1.000 Rad, Kakerlaken können bis zu 20.000 Rad „vertragen“, überleben können aber auch diese Insekten nicht… wenn es nix zum Kauen gibt geht auch diese Spezies sehr schnell ein. Überleben werden, bei einer Dosis von bis zu 180.000 Rad, leider nur Kleinstbakterien…

 

1. Der Brontosaurier war ein Dino mit langem Hals

Das wird für die meisten von Ihnen sicherlich eine Art Überraschung sein; für mich und andere Redakteure übrigens auch. Der Brontosaurus, so wie wir diesen Dino von vielen Dokumentationen und Zeichentrickfilmen kennen, hat in dieser Form nie existiert. Begonnen hat dieses ganze Spielchen wie, warum und überhaupt welche Dinoarten existiert haben während des „Dino-Kriegs“ von Wissenschaftlern in den USA. Im späten 19. Jahrhundert begann in den USA eine Art Wettbewerb die best erhaltenden Saurierfossilien zu finden. Manche Wissenschaftler nahmen es dabei nicht so genau; d.h. man fand Teile eines kompletten Skelettes und, wenn man beispielsweise den Kopf nicht fand, ersetzte man diesen mit dem Kopf eines anderen Fundes… Brontosaurus ist deshalb jetzt wissenschaftlich obsolet – es gab so einen Dinosaurier nie, aber ironischer Weise ist es dieser Name, der der Öffentlichkeit bekannt ist.